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Zippelius, Adelhart: Das Bauernhaus am unteren deutschen Niederrhein

Dies ist ein second-hand Artikel

  Zippelius, Adelhart: Das Bauernhaus am unteren deutschen Niederrhein.
  Preis: 38,95 €

Gebraucht, Befriedigender Zustand,
Paperback, 206 S.
Martini & Grüttefien, 1957
ISBN: o.A.
Lieferbarkeit: vergriffen

Land: Deutschland; Epoche: Nachkriegszeit
Lieferzeit: 3-5 Tage

Sokrates-Verkaufsrang: 3181

Auszug aus dem Vorwort des Herausgebers:
In den letzten Jahrzehnten verschwindet vor unseren Augen eine Welt, oder sie erleidet Veränderungen, die bis dahin über Jahrhunderte bestanden hatte und lange Zeit in wesenhaften Zügen gleichgeblieben war.
Diese Welt der lebendigen Tradition, eines Lebens in überlieferten Ordnungen und einer naiven, bei einem großen Teil unseres Volkes nicht ins Bewußtsein aufgestiegenen Lebensform, war wesentliche und wichtige Komponente unserer Kultur.
Für den Traditionsverlust und den Übergang zu unserer sich ihrer selbst bewußt gewordenen und von uns geschaffenen Gesellschaft sind Rationalisierung und Technisierung von entscheidender Bedeutung.
So ist es fast selbstverständlich, daß Arbeitsweise und Arbeitsgeräte alter Art, der Hausbau und die von handwerklichem Können bestimmten und aus der Überlieferung gestalteten Gegenstände der Hauseinrichtung sehr früh und nachdrücklich in diesen Umbruch unseres Lebens einbezogen wurden.
Bauernwerk und Handwerk gibt es nicht mehr in der den Älteren von uns so vertrauten und bekannten Art. Noch vor 40 Jahren hätte niemand geahnt, daß damals alltägliche und in jedem Bauernhause vorhandene Arbeitsgeräte heute museumsreif sind. Damit werden dem Volkskundler bestimmte Formen unseres Alltagslebens in ihrer Gestalt und Existenz zur Frage, die bis vor kurzem selbstverständlich waren und nur in ihrer Bezeichnung und Handhabung unser wissenschaftliches Interesse fanden.
Obwohl mit der Wandlung der traditionellen Lebens- und Gemeinschaftsformen eine Konstante fällt, deren Fehlen für jeden von uns in irgend einer Weise fühlbar sein muß, können wir nur das Wissen um die vergehende Welt, nicht diese selbst retten.
Die Traditionsformen, die hier der wissensdiaftlichen Beachtung wert befunden werden, sind in ihrer Gesamtheit Ergebnis einer langen Entwicklung und Spiegelbild einer oft tausendjährigen Geschichte, die noch im Volksleben der Jahrhundertwende sozusagen in einer Gegenwartsschicht zusammengefaßt waren, heute aber fast vollständig verloren sind.
Es muß also möglich sein, die Wurzeln dieser traditionsgebundenen Schicht und Kulturform freizulegen und Bewahrung und Umformung, Wandlung und Bedeutung in Ursachen und Hergang deutlich zu machen.
Alle vom Volkskundler beachteten Lebensformen aber sind wissenschaftlich nur von Wert im Bezug der Formen zum Menschen, in der Erkenntnis ihrer Stellung und Funktion in der Gemeinschaft, als Zeugnis für die Eigenart und den kulturellen Standort einer bestimmten sozial oder landschaftlich begrenzten Gruppe.
Vor genau 100 Jahren hat Wilhelm Heinrich Riehl gesagt, daß „Studien über Sitten und Bräuche, Haus und Hof, Rock und Kamisol und Küche und Keller für sich allein eitler Plunder seien, daß sie ihre wissenschaftliche Weihe erst durch ihre Beziehung auf den wunderbaren Organismus einer ganzen Volkspersönlichkeit erhalten", das will sagen, in ihrer Beziehung zum Menschen und den menschlichen Ordnungen.
Dieses Wort gilt heute wie gestern. Auch in jenen Fällen, in denen wir irgendwelche Bestände des Volkslebens nach ihren Formen oder ihrer Herkunft untersuchen, bleibt als letztes die Frage nach der Bedeutung und Funktion dieser Formen im Leben des Menschen und seiner Gemeinschaft.
Der Aufgabe, den großen Kreis jener Traditionsformen zu untersuchen, der sich mit dem echt mundartlichen niederrheinischen Wort Werken (Arbeiten) umschreiben läßt und sich im Begriff des W o h n e n s ganz allgemein fassen läßt, dient ein Unternehmen, das vom Landschaftsverband Rheinland dank der besonderen Initiative von Herrn Landesdirektor K l a u s a und Herrn Landesoberverwaltungsrat Dr. Vogler begonnen wurde und nun in Verbindung mit dem Institut für geschichtliche Landeskunde der Rheinlande an der Universität Bonn durchgeführt wird.
Bei dieser Aufnahme und Untersuchung der volkstümlichen Sachgüter im Rheinland sollen Hausbau, Arbeitsgeräte, bäuerliche Arbeitsweisen, Hausrat, Volkskunst, Kleidung, Nahrung, überhaupt das Alltagsleben und bestimmte Sonderberufe und -anlagen wie etwa Mühlen, Lohgerberei, Schäfer, Töpfer und andere berücksichtigt werden, soweit dabei Wohnung und Arbeit wirklich noch handwerklich bestimmt sind und Tradition und Gemeinschaft noch Gewicht haben.
Wir gehen in der Weise vor, daß sowohl die Volkskunst bestimmter Verwaltungsbezirke, etwa des Kreises Rees oder Bergheim, geschlossen aufgenommen wird, wie auch einzelne Formen (Mühlen und Mühlengewerbe, Butterbereitung, ländliche Arbeits- und Anbauweisen) für die Rheinlande insgesamt untersucht werden.
Die Ergebnisse dieser vielfältigen Sammlungsarbeit und auch anderer Untersuchungen soll die hier begonnene Reihe bringen.
Auch dann, wenn eine Beschreibung der noch vorgefundenen Formen und Gegenstände gegeben oder die geschichtliche Herleitung untersucht wird, bleiben wir uns bewußt, daß wir hier nur volkskundliche Vorfragen behandeln, daß das Gerät nur als Ausdruck menschlichen Geistes und als Werkzeug in der Hand des Menschen, also in Beziehung zu ihm gesehen werden kann, wenn wir wirklich volkskundliche Forschung wollen. [...]

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort des Herausgebers
Vorwort des Verfassers
Vorbemerkung zu den Textabbildungen
- Zur Geschichte der niederrheinischen Hausforschung
- Das niederrheinische Hallenhaus
- - Das innere Traggerüst
- - Die Dachkonstruktion
- - Dachdeckung, Dach- und Giebelformen
- - Die Außenwände und ihre Öffnungen
- - Die Innengliederung und Einrichtung
- Vom Hallenhaus zum T - Haus
- - Der Typus mit herausgesprengtem Dach
- - Der hakenförmige Typus
- - Das niederrheinische T - Haus
- - Das T - Haus mit herausgesprengtem Mittelhaus
- - Dachstuhlkonstruktionen
- - Sonderformen
- Zeitliche Anhaltspunkte für die Entwicklung des niederrheinischen Bauernhauses und seine Bedeutung für die Entwicklung des frühen Bürgerhauses
- Die Hofanlage und die Nebengebäude
- - Der Speicher
- - Die Scheune
- - Der Schuppen
- - Das Backhaus
- - Weitere Nebengebäude und sonstige Anlagen des Hofes
Schlußwort
Sachregister
Orts- und Hausregister
Bild - Anhang

Zustandsbeschreibung:
OBr., Buch im Ganzen gebogen, Einband gebräunt u. lichtrandig, Seiten deutlich gebräunt, ansonsten i.O.

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