homeshopneuzugängepreishitsmeinSokratesagb
 
verlagsfrische gebrauchte Bücher
log in
0 Artikel im Warenkorb

Rezension schreiben

Preishits

Besonders stark preis- reduzierte Artikel finden Sie in unserer Wühlkiste.

Rabatte

Schon ab 20,- € Umsatz 1% und ab 50,- € Umsatz 2% sparen.
Bis zu 15% Rabatt auf jede Bestellung möglich!

Kostenlose Lieferung

ab 100,- €
Bestellwert

Millás, Juan José: Das war die Einsamkeit

Dies ist ein second-hand Artikel

  Millás, Juan José: Das war die Einsamkeit. Roman. Aus dem Span. von Peter Schwaar
  Preis: 5,95 €

Gebraucht, Befriedigend, mit Mängelex.-Stempel,
Hardcover, 158 S.
Suhrkamp, 1991
ISBN: 3-518-40393-1
Lieferbarkeit: vergriffen

Land: Spanien; Epoche: Gegenwart
Lieferzeit: 3-5 Tage

Sokrates-Verkaufsrang: 24388

Klappentext:
Es beginnt mit einer Szene von doppelter und unterschiedlicher Alltäglichkeit: Elena erhält die telefonische Mitteilung vom Tod ihrer schon lange kranken Mutter, während sie gerade bei der weiblichen Körperpflege im Bad ist. Zunächst überdeckt die dingliche Präsenz des Alltäglichen das Besondere dieses Einschnitts. Der Tod der Mutter kommt nicht als Schock, sondern als stumpfe, abschließende Nachricht.
Elena, dreiundvierzig Jahre alt, mit Mann und erwachsener Tochter, lebt in geordneten Verhältnissen, so geordnet, daß sie sich den gelegentlichen, den schon regelmäßigen Genuß von Haschisch als souverän konzedierte Unordentlichkeit leisten zu können glaubt.
Das Wünschen hat sie, im Unterschied zu ihren jüngeren Geschwistern, nicht verlernen wollen, auch wenn alles sie mit der Nase auf den erreichten Stand der Dinge stoßen möchte. Daß mit dem Tod der Mutter für Elena ein Änderungsprozeß beginnt, zeigt sich ihr zunächst nur an dem überscharf hervortretenden Körperbewußtsein, das sie ungewollt an die fragile Befindlichkeit ihrer Mutter erinnert.
Von den Empfindungen und Gedanken der Mutter erhält Elena verwirrend intime Kenntnis durch Tagebuchaufzeichnungen, die sie in einer Schublade entdeckt, vor den anderen verbirgt und mit ihr selbst merkwürdiger Süchtigkeit zu lesen beginnt.
Etwas mit ihr, mit ihrem Leben stimmt nicht, und die Anzeichen dafür scheint sie am ehesten in dem lesen zu können, was ihre Mutter - Elena weiß nicht, wann - aufgeschrieben hat. Zu ihr hatte Elena ein genauso sprödes Verhältnis wie jetzt zu ihrer eigenen Tochter Mercedes.
Bis zu ihrem Ehemann, dem Erfolgreichen, dem Verständnisvollen, gelangen nur die banalen Signale ihrer allmählichen Verstörung, ihre Malaisen und Launen, die er gleichmütig hinnimmt.
Als Elena ahnt, daß ihr Mann sie mit seiner Sekretärin betrügt - eine »gewöhnliche Geschichte«, die ihr das Koordinatensystem der Normalität zu sichern scheint -, schickt sie ihm einen Detektiv auf die Spur, der ihr Berichte über dessen Untreue schreibt.
Die liest sie dann eigentümlich eifersuchtslos, jedoch mit der gleichen ängstlichen Gier, Spuren von sich selbst darin zu finden, wie sie die Tagebuchhefte der Mutter liest.
Als sie schließlich den Detektiv mit erstaunlicher Umsichtigkeit dahin bringt, sie selbst, die Auftraggeberin, zu observieren und ihr die »Berichte« über ihre Schritte, ihre Handlungen, versehen mit allen subjektiven Nuancen, per Postfach zuzuschicken, beginnt eine Wegstrecke, die Elena, über die Lehrzeit der Einsamkeit, zu sich selbst führt. Den Weg, der sie bis an diese Schwelle bringt, zeichnet sie im zweiten Teil des Romans als Tagebuch auf.
Millás hat in einem Interview nach Erscheinen des Romans gesagt, daß er mit seinem Schreiben ein Gegenstück zu dem versuche, was in der Malerei Hyperrealismus genannt wird. Aus der minuziösen Evokation des Dinglichen und Konkreten ergibt sich fast unmerklich etwas Beunruhigendes, fast Phantastisches: Spurenlese in der Welt aus Zeichen, in der wir leben. Das spanische Lesepublikum hat diesen 1990 veröffentlichten Roman sofort angenommen: drei Auflagen gleich im ersten Monat seines Erscheinens. Die Kritik bewunderte vor allem, wie subtil Millás das Beziehungsgeflecht der Figuren untereinander mit den Fäden von Elenas Verpuppung und Verwandlung verwebt.

Der 1946 geborene und seit seiner Kindheit in Madrid lebende Autor, der mit einer Psychoanalytikerin verheiratet ist, erhielt für diesen Roman den angesehenen und hochdotierten Premio Nadal 1990.
Von J. J. Millás erschien 1990 auf deutsch sein vorausgehender Roman Dein verwirrender Name.

Zustandsbeschreibung:
OPb. mit OU., dieser leicht angeschmutzt u. etwas wasserfleckig, Stempel auf Fußschnitt, ansonsten gute Erhaltung.

Ihre Meinung ist gefragt:
Schicken Sie uns eine erste Bewertung des Buchs...

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter:
Hier können Sie Ihren Freunden eine Empfehlung dieses Artikels per Email zuschicken.

Mehr zu den Themen: spanisch, Gegenwart

nach oben