homeshopneuzugängepreishitsmeinSokratesagb
 
verlagsfrische gebrauchte Bücher
log in
0 Artikel im Warenkorb

Rezension schreiben

Kostenlose Lieferung

ab 100,- €
Bestellwert

Top 5

1. Toscani, Oliviero: Die Werbung ist ein lächelndes Aas
2. Knapp, Caroline: Alkohol - meine gefährliche Liebe
3. Rosner, Louis J. / Ross, Shelley: Multiple Sklerose
4. Klagenfurt, Kurt: Technologische Zivilisation
5. Link, Manfred / Wieczorek, Emil: Psychische Störungen bei Kindern

Gewinnspiel

?
Jeden Monat neu: Beantworten Sie eine Frage und gewinnen Sie einen von zwei tollen Preisen.

Van de Velde, Th. H.: Die Abneigung in der Ehe

Dies ist ein second-hand Artikel

  Van de Velde, Th. H.: Die Abneigung in der Ehe. Eine Studie über ihre Entstehung und Bekämpfung
  Preis: 17,95 €

Gebraucht, Befriedigender Zustand,
Hardcover, 276 S.
Konegen Medizinischer Verlag, 1928
ISBN: o.A.
Lieferbarkeit: vergriffen

Land: Niederlande; Epoche: Vorkriegszeit
Lieferzeit: 3-5 Tage

Sokrates-Verkaufsrang: 4628

Vorwort:
Auch diesem zweiten Band meiner Trilogie über das eheliche Glück soll ein Wort der Erklärung vorangehen.
Seine persönliche Färbung bitte ich zu entschuldigen. Sie läßt sich nicht vermeiden, soll die Absicht dieses Buches verstanden werden.
Diese Absicht ist nicht, die Zahl der mehr oder weniger philosophisch gefärbten Studien über die „allgemeine Psychologie der Ehe" zu vergrößern; — denn ich bin ebensowenig Fach-Psychologe wie -Philosoph. Und außerdem fehlt mir die Überzeugung, daß jenen Menschen, für die ich hier schreibe, durch Abhandlungen solcher Art genützt werden kann.
Es ist ebenfalls nicht meine Absicht, durch einen Beitrag zur speziellen Psychologie Leute, die in der Ehe (manchmal auch durch die Ehe) nervenkrank geworden sind, bei der Behandlung ihres Leidens zu beraten, — denn ich war nie Facharzt für Nerven- und Seelenkrankheiten, und ebensowenig gehöre ich einer bestimmten Schule auf diesem Gebiete an. Dabei steht es für mich fest, daß ein Kranker nicht versuchen soll, durch das Lesen eines Buches Hilfe zu finden, weil nur die Behandlung helfen kann, die ihm als einzelnem gilt und seinem Einzelfall entspricht.
Was ich dann wohl mit dem Schreiben dieses Buches bezwecke?: Den vielen Menschen, deren Glück durch das Gespenst der ehelichen Abneigung bedroht wird, zu helfen bei der Bekämpfung dieser Gefahr.
Denn ich bin Arzt in meinem Fühlen und Arzt in meinem Denken, und wer als Arzt fühlt und als Arzt denkt, der muß eben immer zu helfen versuchen, wo er die Möglichkeit dazu erblickt. Kann er das nicht durch die Tat oder mit Hilfe des gesprochenen Wortes, so bedient er sich des geschriebenen.
Daß es hier tatsächlich möglich ist, durch geschriebene Worte zu helfen, — davon bin ich überzeugt. Nur wenige Eheleute sind sich bewußt, daß in ihrer nächsten Nähe ein böser, gefährlicher Feind haust; die meisten wissen vor seinem Siege gar nicht, daß es ihn überhaupt gibt. Dennoch bedroht er, praktisch gesprochen, jede Ehe während eines gewissen Zeitraums; in manchen Fällen auch wiederholt er in Abständen seine Angriffe; und nur allzuoft gelingt es ihm, das eheliche Glück zu zerstören.
Nie aber kann ein Feind, wer er auch sein mag, mit Aussicht auf Erfolg bekämpft werden, wenn man keinen Begriff von seiner Art und von seiner Kraft hat, ja wenn man seine Anwesenheit nicht vermutet und sogar seine Existenz nicht kennt!
So ist es denn notwendig, die Erhaltung des Eheglückes nicht allein durch Kräftigung jener Macht zu erstreben, die die Gatten zueinander hinzieht, — jener Macht, der ich den ersten Band dieser Trilogie („Die vollkommene Ehe") gewidmet habe —, sondern auch durch Bekämpfung (das will also heißen: durch Darstellung und Klarlegung) der abstoßenden Kräfte, die das Glück der Ehe bedrohen. Dazu will dieses Buch beitragen.
Es wird eine Abspiegelung psychischer Vorgänge bringen, die sich, soweit sie das innere Erleben betreffen, teils in den zentralen Partien des Bewußtseins, für einen noch bedeutsameren Teil aber in den äußeren Sphären des Nebenbewußten abspielen; und die, was die Beziehungen der Menschen zur Außenwelt angeht, nicht allein den uns bekannten, sondern auch manchen uns größtenteils noch unbekannten Einflüssen unterworfen sind.
Aus diesem Grunde muß es also nicht nur von Gefühlen und Wirkungen sprechen, die mehr oder weniger klar zutage treten, sondern sich auch in Regionen bewegen, wo ungeklärte Kräfte und verborgene Regungen herrschen.
Es kann und will nicht versuchen, in die Wissenschaften, die so verschiedene Bereiche umfassen, einzudringen.
Das haben die Männer und Frauen, die den drohenden Niedergang ihrer Ehe aufzuhalten versuchen, auch nicht nötig.
Was ihnen not tut, ist Einsicht, — ein Begreifen der Dinge, auf die es ankommt.
Diese Einsicht zu vermitteln, soll der Zweck der hier folgenden Seiten sein.
Sie werden möglichst viel von dem enthalten, was ich durch langjähriges Studium auf dem einschlägigen Gebiet erworben und in reicher eigener objektiver und subjektiver Lebenserfahrung erarbeitet, dann schließlich zu Wissen und Weltanschauung geklärt und verdichtet habe.
Die Fachgelehrten mögen bedenken, daß hier keine spezialistische Abhandlung vorliegt. Und ferner, daß ich in diesem Buche nicht die psychologische Seite der Frage des Eheglücks und seiner Erhaltung beleuchten will, sondern eine psychologische Seite — eine der vielen jedoch, die bisher nicht, oder auf jeden Fall nicht in dem Maße ins Licht gestellt wurde, wie es ihrer Bedeutung entspricht.
Den Laien dagegen, für die meine Ausführungen bestimmt sind — und zu ihnen rechne ich nicht nur die Eheleute beiderlei Geschlechts, sondern in gewisser Hinsicht auch ihre Hausärzte und ihre Ratgeber in geistigen und geistlichen Angelegenheiten — wird, wie ich hoffe und vertraue, dieses Buch zu helfen vermögen bei ihren Versuchen, manche Gefahren, die das eheliche Glück bedrohen, mit Erfolg zu bekämpfen.
Montreux. im Frühjahr 1926.

Zustandsbeschreibung:
OLn., Einband angeschmutzt u. fleckig, Seiten gebräunt, ansonsten gute Erhaltung.

Ihre Meinung ist gefragt:
Schicken Sie uns eine erste Bewertung des Buchs...

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter:
Hier können Sie Ihren Freunden eine Empfehlung dieses Artikels per Email zuschicken.

Mehr zu den Themen: niederländisch, Vorkriegszeit

nach oben